Milton H. Erickson

Gründungsvater der modernen Hypnosetherapie

Milton H. Erickson

Milton H. Erickson

Was wüssten wir schon über die Macht und Wirkung von Sprache, wenn nicht Milton H. Erickson sie uns gezeigt hätte? Kaum ein professionelles, dialogisches Werkzeug kommt ohne das KnowHow aus, das wir aus dem Erbe Miltons schöpfen dürfen.

Milton H. Erickson

Gründer der klassischen Hypnotherapie des 20. Jahrhunderts

Milton Hyland Erickson stammte er aus einer wirklich großen Familie aus Nevada. Acht Geschwister waren sie zum Schluss, als er zweites Kind, am 5. Dezember 1901 in die Familie hineingeboren wurden. Das Leben des jungen Milton war schon von Anbeginn an nicht ganz leicht. Eine schwere Legasthenie machte es ihm in der Grundschule schwer und kurz vor seinem Highschoolabschluss schlug ihn die Kinderlähmung zuerst ins Koma und dann vollständig gelähmt in den Rollstuhl.

Man erzählt sich, das er auf der großen Farm, auf die er mit seiner Familie 1906 gezogen war, morgens in einen Schaukelstuhl ans Fenster gesetzt wurde. Doch eines Tages, soll wohl jemand vergessen haben, ihn vors Fenster zu schieben. Sein intensiver Wunsch jedoch, nicht den ganzen Tag an die Wand starren zu müssen, brachte ihn auf magische Weise dazu, den Stuhl irgendwie leicht bewegt zu bekommen. Dieses ideomotorische Erlebnis motivierte ihn derart, dass er fortan weiter übte. Heute würde man das „Mentaltraining“ nennen, damals war es aber genau dieses Erlebnis, was später die Ideomotorik begründen sollte und ihn knapp ein Jahr später schon wieder auf Krücken laufen ließ. Damit konnte Milton wieder zurück an die Universität. Und zwei Jahre später hatte er die Auswüchse der Kinderlähmung nahezu völlig überwunden. Nur eine leichte Lähmung, in seinem linken Bein, war ihm geblieben.

Bereits ab dem zweiten Jahr an der Uni, hatte er bereits Feuer gefangen an der Hypnose. Er entwickelte die ersten individualisierbaren Techniken für verbale Einflussnahme und trainierte unablässig. Aber nicht nur in der Hypnose brillierte er. 1928 konnte er ebenso erfolgreich sein Studium mit einem Doktor in Medizin und einem Master in Psychologie beenden. Elf Jahre später kam der Facharzt für Psychiatrie hinzu.

Bis 1974 war Milton oft auf Reisen zu Fachvorträgen, hatte unterschiedliche leitende Positionen inne, und führte eine private Praxis. Bis er 1980 verstarb, durchlitt er einen anaphylaktischen Schock, erkrankte am Polio Syndrom und beutelte ihn erneut die Kinderlähmung. All dies hielt ihn jedoch nicht davon ab, intensiv mit seinen Freunden und Kollegen, wie: Gregory Bateson, Jay Haley und John Weakland intensiv zu forschen und zu arbeiten.

Die Hinterlassenschaft von Milton Erickson

eine kongruente Botschaft aus Leben und Arbeit

Seine Hinterlassenschaft spiegelt seine eigene Haltung zu seinem Leben wieder. Zu jeder Zeit war für Erickson das Unbewusste – nicht so wie bei Freud – eine Quelle unerschöpflicher Ressourcen zur kreativen Selbstheilung. Für Erickson galt es lediglich, die sperrigen Grenzen der bewussten Instanzen zu erweitern, um dem Unbewussten mehr Raum zu verleihen. Dann konnten wahrhaft magische Momente in eines Menschen Leben entstehen.

Dank Ericksons unermüdlicher Arbeit beeinflusste er maßgeblich die Therapeuten seiner Zeit und alle Nachkommenden. Die Familientherapie, die systemische Therapie, die lösungsfokussierte Arbeit von Steve de Shazer oder Insoo Kim Berg, aber auch so Gestalten, wie den einmaligen Frank Farrelly und seine provokative Therapie, waren stark von seiner Arbeit inspiriert. Kein Wunder, dass Milton die bis dahin stiefmütterlich vor sich hin vegetierende Hypnose revolutionierte.

Das Lebenswerk von Milton H. Erickson

Ein Mann, der die Welt veränderte wie kein Zweiter…

Das Lebenswerk von Milton H. Erickson ist einmalig. Ein Forscher, Entwickler und Hypnose Therapeut mit Herz, wie es selten einen zweiten gibt. Heute tragen vor allem Jeffrey Zeig und Ernest Rossi sein Erbe fort. Ohne Milton wäre effektvolles Werbetexten, packende Reden, politische Parolen, Mental Training, oder viele therapeutische Methoden nicht denkbar.

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