Massenmanipulation

Massenmanipulation

Die 10 Strategien der Massenmanipulation

Massenmanipulation: Zu den bedeutendsten Arbeiten von Prof. Noam Chomsky gehört unter Anderem die Entwicklung der Theorie des Propagandamodells, ein medienwissenschaftliches Modell, das den manipulierenden Einfluss der wirtschaftlichen Oberschicht auf die Berichterstattung der Massenmedien in Demokratien beschreibt. Seine gut erforschten und belegten Theorien zur Massenmanipulation fasst Chomsky in einem Satz zusammen: „die Propaganda ist für die Demokratie das, was der Knüppel für einen totalitären Staat ist“. 

 
 

…von wem auch immer!

Strategische Verschwörungstheorien mal in: „ganz praktisch“

Zu den bedeutendsten Arbeiten von Prof. Noam Chomsky gehört unter Anderem die Entwicklung der Theorie des Propagandamodells, ein medienwissenschaftliches Modell, das den manipulierenden Einfluss der wirtschaftlichen Oberschicht auf die Berichterstattung der Massenmedien in Demokratien beschreibt. Oder auf einfach: Die Manipulation durch die Medien und ihre Strategien als ziel- und zweckdienliches Mittel für die Interessen der Reichen zu fungieren, ohne allerdings dabei Gefahr zu laufen, nicht den demokratischen Konsens zu wahren. Seine gut erforschten und belegten Theorien zur Massenmanipulation fasst Chomsky in einem Ausspruch zusammen: „die Propaganda ist für die Demokratie das, was der Knüppel für einen totalitären Staat ist“.

Seit ein paar Jahren nun, kursiert im Internet ein Memo, mit dem Titel: „Die Zehn Strategien der Manipulation“. Versucht man die Quelle zu finden, landet man entweder bei dem französischen Journal „Les cahiers psychologie politique“ und als Autor Noam Chomsky, oder man landet bei dem Franzosen Sylvain Timsit. Da grundsätzlich die zehn Strategie-Thesen ganz gut zu Chomskys Theorien passen, schlage ich mich bei der Entscheidung, wem die Strategien nun endgültig zu zuordnen sind, tendenziell auf Chomskys Seite. Aber das nur am Rande.

Für einige der zehn Thesen wird ein Manifest als Quelle benannt, das als das Top Secret unter dem Namen: „Silent Weapons for Quiet Wars“ bekannt ist. Der Geschichte nach, soll dieses Papier einmal in einer Mülltonne in einem Flugzeug gefunden worden sein, nach anderen Erzählungen auf einem Flohmarkt irgendwo in den USA. Das Dokument findet bei Freunden der Verschwörungstheorien großen Anklang, ich hingegen habe es ausgebuddelt, weil es tatsächlich ein paar sehr griffige Strategien für effiziente Manipulations-Strategien anbietet.

Nun aber im Einzelnen. Lasst uns anschauen, was diese zehn Strategien empfehlen, wie Massen, bzw. ein ganzes Volk zu manipulieren ist.

Prof. Noam Chomsky

Prof. Noam Chomsky

Prof. Noam Chomski (07.12.1928, Philadelphia,USA) ist Professor für Linguistik am MIT in Massachusetts und nicht nur einer der prominentesten Kritiker der USamerikanischen Politik, sondern vor allem auch einer der bekanntesten Sprachwissenschaftler (Linguistik) der Gegenwart.Vor allem durch seine außerordentliche Leistung, die Wissenschaftsdisziplinen Linguistik, Kognitionswissenschaften und Informatik zu dem generativen Modell der Transformationsgrammatik zu verweben, gehört er mehr als jeder Andere zu den Vorreitern, die dem Aufstieg der Kognitionswissenschaften Flügel verlieh.

Die Strategie der Ablenkung

Die 1. Strategie

Andreas Popp Jahrgang 1961, Dozent für Makroökonomie, begann seine Laufbahn 1983 im Bereich Risk-Management bei einer Unternehmenstochter der Londoner Guardian Royal Exchange Ltd. in Hamburg. Ab 1984 war er verantwortlich für die Unternehmensorganisation der Popp GmbH und wurde im Jahr 2000 Vorstandsvorsitzender der Popp AG. Im Januar 2007 zog er sich als Vorstandsvorsitzender zurück, um sich der wissenschaftlichen Arbeit innerhalb der Wissensmanufaktur zu widmen. 

Der international bekannte Autor und „Klardenker“ hinterfragt und erklärt seit Jahren die Politik- und Wirtschaftswelt.

Die frappierenden Ergebnisse jenseits des Mainstreams kommuniziert er in allgemeinverständlicher, heiterer Form. Seine Bücher und sonstigen Publikationen sprechen für sich, selbst bei TV-Auftritten redet er Klartext.

Sein Credo: Um dem Kern der Wahrheit näher zu kommen, müssen auch noch so selbstverständliche „Tatsachen“ auf den Prüfstand!

Quelle: wissensmanufaktur.net

Der Wissenschaftsjournalist und TV-Moderator Ranga Yogeshwar spricht im Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ ebenso Klartext: „Unsere Medienlandschaft entgleist in einer Form, die undemokratisch ist. Wir werden immer häufiger zugemüllt mit Zeug, das häufig schlichtweg falsch ist und den Blick verstellt für die Dinge, die wichtig sind.

Das ganze Interview findest Du hier: Kölner Stadtanzeiger (19.04.14)

Die Strategie der Ablenkung ist für einen Staat ein wesentliches Element der sozialen Kontrolle. Sie besteht vor allem darin, das öffentliche Interesse von politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen abzulenken, die von den Eliten beschlossen werden. Wichtige Themen und Veränderungen sollen durch einen stetigen Strom an Unterhaltung und unbedeutende Informationen überlagert werden.

Ein solches Ablenkungsritual ist schon seit den Römer bekannt. Dort nannte man es noch direkt: „Brot und Spiele“. Das auf diese Art und Weise es gelingen kann, das öffentliche Interesse von grundlegendem Wissen aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft, Psychologie, Neurobiologie und Kybernetik abzulenken, scheint eine realistische Annahme.

Versucht man kritisch eine Inventur bezüglich der Dinge, die es Woche um Woche schaffen, unsere Aufmerksamkeit zu bannen, und zieht abschließend einen nüchternen Vergleich zur Gegenwart wirklich lebensrelevanter Fragen, wird das Ergebnis wohl eher nüchtern ausfallen.
F-Promis, Daily Soaps, Fußball-Tabellen, die Kehrwoche des Nachbarn, Fashion und welche Stars mit welchen Sternchen ins Bett geht, stehen in einer krassen Spannung zu Themen wie der Eurokriese, der Einwanderungspolitik, der Demontage von Bürgerrechten, Völkermorden, und Verarmung.

Bricht man die Ebene der gelenkten Aufmerksamkeitsfokussierung wieder herunter, auf eine nachvollziehbare, partnerschaftliche und dialogisch leicht nachzuvollziehende Ebene, schlichter rückbezüglicher Manipulationsmuster, finden wir eine ganze Menge an Strategien, die sich dieses Effekts bemächtigen.

Ablenkung, Musterunterbrechung, Priming, oder Framing sind alles Spezialitäten, die bereits aus einer klassischen und individuellen Strategie zur Einflussnahme bekannt sind. In der Größenordnung einer Gruppe, einer Gemeinschaft, eines ganzen Volkes gar, könnte man diese durchaus als „Strategie“ der Ablenkung, oder Massenmanipulation beschreiben.

Daran besonders erinnern, kann die Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin A. Merkel 2013/14. Sicher, angesprochen wurden sie, die Themen der großen gesellschaftlichen Fragen, für Deutschland oder mit dem Blick auf Europa. Doch nihct klar, kantig und aufrüttelnd. Nein, unüberhörbar kamen sie angeschlappt, stets im engen Schulterschluss mit für den „normal Bürger“ überschaubaren Erlebniswelten: „öfters an der frischen Luft sein wollen“, „mehr Zeit mit der Familie verbringen“ – und überhaupt, wenn jeder nach sich schaut, dann ist allen geholfen und Deutschland bleibt eine starke Nation“, das waren die Parolen, die von der eigentlichen Auseinandersetzung mit den großen, gesellschaftlichen Kontroversen ablenkten.

So, bzw. so ähnlich klang auch das abschließende Resümee der Kanzlerin. Ganz nach dem Motto: „Schuster, bleib bei deinen Leisten, der Kehrwoche deines Nachbarn, und der brisanten Frage, wer Deutschlands nächstes Supertalent wird! Wir kümmern uns um alles andere. So, wie es uns gefällt“. Im originalen Thesenpapier wird diese erste Strategie der Manipulation selbstverständlich auch belegt. Nicht mit der Ansprache einer Kanzlerin, aber dafür mit einem, (von wem auch immer) als „Top Secret“ klassifizierten Memo: „Silent Weapons for Quiet Wars“, bietet dem Thesenpapier die Grundfeste für die staatliche Verschwörungsstrategie. Dort finden sich dann auch ganz konkret folgende Handlungsanweisungen an die regierenden Organe zur gezielten Einflussnahme auf das Volk: „Lenken Sie die öffentliche Aufmerksamkeit ab von den realen sozialen Problemen, und lenken Sie sie auf Fragen ohne wirkliche Bedeutung. Halten Sie die Öffentlichkeit beschäftigt, beschäftigt, beschäftigt! Lassen sie ihr keine Zeit zu denken. (…)“
Dieser Ausspruch könnte auch von Erickson, Bandler oder einem anderen Hypnologen stammen. Nur nicht so direkt. Wie wir ja wissen, standen diese eher für permissive Strategien. Aber schauen wir, wie es weiter geht…

Erzeuge Probleme und liefere die Lösung 

Die 2. Strategie

Die nächste Methode, nennt der Autor die: „Problem-Reaktions-Lösung“. Eine Strategie, die jedem mehr oder weniger bekannt sein dürfte. Zuerst wird ein Problem, oder eine „Situation“ geschaffen, die sich perfekt dazu eignet, eine gewünschte Reaktion beim gegenüber zu provozieren, die ihn im Anschluss dazu treiben wird, in diesem Fall, eine präventive Vorgehensweise zu erwarten. Volksmeinung könnte man das auch nennen. Oder Solidarität. Dummerweise nur, eine geschickt „induzierte“.

Im bürgerlichen Alltag kennt man diese Strategie etwa in der Form, dass man beispielsweise den notwendigen Einkauf bewusst vergisst, um sich auf dem Heimweg noch mit den „Jungs“ in der Kneipe treffen zu können. In einem schicken „Bier-Comercial“ ist es ein anderer Vorwand, der den gestressten Hausmann unbedingt dazu nötigt, in den Keller gehen zu müssen.

Auf gesellschaftlicher Ebene sieht das nicht ganz so entspannt aus. Hier können durchaus gewünschte Reaktionsmuster zum Beispiel sein: Gewalt und Ablehnung zu zeigen, wie im Winter 2013/14 in Hamburg eskaliert. Den Hamburgern zumindest dürfte es kurz drauf recht leicht von den Lippen gegangen sein, eine Verschärfung der Rechtsnormen und Gesetze zu fordern, zu denen sie in einem anderen Kontext niemals ein so leichtes „Ja“ gefunden hätten. So viel von der eigenen Freiheit wie eben nötig zu opfern, bedarf schon besonderer Umstände.
Aber auch eine Wirtschaftskrise ist zum Beispiel so ein idealer Kontext, um eine radikale Beschneidung der Grundrechte und die Demontage der Sozialleistungen zu rechtfertigen.

Staunend konnte man so in den Jahren ab 2012 feststellen, wie Privatisierung, Deregulierung und Kürzungen der Staatsausgaben schnell und ohne Widerstand abgenickt wurden. Auch in der aktuellen Eurokrise lassen sich derartige Strategien gut beobachten. So werden durch Sozialkürzungen Wirtschaftseinbrüche forciert, die zwar die Massenarbeitslosigkeit anseteigen lassen (…), aber auf der anderen Seite zu einer Erweiterung der Herrschaftswirkpunkte führen.

In ihrem Buch: „The Shock Doctrine“ zeigte die Autorin Naomi Klein an zahlreichen Beispielen auf, wie durch den brisanten Mix von: Eliten, Massenmedien, Ressourcenknappheit, Kapitalbindung und Gesinnungsgleichklang mit Leichtigkeit Krisen, Katastrophen und Kriege leicht verschärft und zu eigenen Zwecken ausgenutzt werden können.
Im Klartext macht dies auch die ehemalige CNN Journalistin und mehrfache Emmy Award Gewinnerin Amber Lyon in einem Interview deutlich, in dem sie die engen Verstrickungen von CNN International mit Krisenherden im nahe Osten aufdeckte.

Angela Merkel, Wahlkampfrede 2013, unter dem Aspekt der Strategien 2, 5 oder 6 angesehen, findet man wohl möglich noch weitere Informationen, die nicht derart direkt daher kommen.

Der stufenweise Abbau 

Die 3. Strategie

Rententabelle

Rententabelle

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) warnt vor einer Welle der Altersarmut in Deutschland und geht damit in die Offensive gegen Kritiker der Zuschussrente in der Regierungskoalition.

Quelle: Bild am Sonntag, Die neue Renten-Schock Tabelle

Eine eigentlich unannehmbare Maßnahme wird dann annehmbar, wenn man diese stufenweise, über Jahre und Jahrzehnte hinweg umsetzt. In dieser Art setzte man in den Jahren von 1980 bis 1990 die neuen radikalen, sozio-ökonomischen Bedingungen (Neoliberalismus) durch. Massenarbeitslosigkeit, Armut, Flexibilität, Verlegung der Produktionsstätten in andere Länder, Privatisierung, Senkung der Löhne und Gehälter unter ein Existenzminimum und Unsicherheit waren die Folge. Unter normalen Umständen hätten diese Maßnahmen eine Revolution ausgelöst. Durch stufenweise Durchführung, verpuffte die Energie der sozialen Empörung.

Auch in kleinerem Maßstab wird diese Strategie bereits erfolgreich umgesetzt. In einer OECD Veröffentlichung von 1996 zum Beispiel, empfiehlt der Autor Christian Morrisson zur Vermeidung politischer Risiken, wie zum Beispiel von Protesten und Demonstrationen politisch wachsamer Gruppen, sollte man beispielsweise Kürzungen im Schul- und Universitätsbereich planen, diese doch am besten einfach nicht zu senken, sondern sie einfach nominal konstant halten. Die Inflation macht dann den Rest.

Die Umsetzung genau dieser Strategie kennen wir bereits, wenn wir in Deutschland auf den Abbau des Rentenniveaus blicken. Langsam, still und stufenweise wird deutlich, wie sich über einen sehr langen Zeitraum, eine doch heftige Kurswende abzeichnet.

Aufschub von einschneidenden Änderungen

Die 4. Strategie

Eine weitere Möglichkeit für unpopuläre Maßnahmen Akzeptanz im Volk zu schaffen besteht darin, sie als „schmerzhaftes Muss“ in der Zukunft einzuführen. Zukünftige Opfer sind immer leichter zu akzeptieren, als sich ihnen sofort stellen zu müssen. Zudem besteht in jeder Gesellschaft und Individuum immer die naive Hoffnung, dass „Morgen alles anders, und wieder gut sein wird“. Das geforderte Opfer könnte somit möglicherweise zeitnah an einem vorüber ziehen, ohne das man sich selbst dafür engagieren müsste. So verschafft man sich mehr Zeit. Zeit, in der sich der Bürger an den Gedanken der Veränderung gewöhnen wird und diese, sobald sie dann umgesetzt wird, zwar mit Resignation, aber dafür widerstandslos schlucken wird.

[…] Zum Beispiel wurde der demographische Wandel oder die globale Konkurrenz hierzulande frühzeitig ins Rampenlicht gesetzt. Das führte zu der erfolgreichen Wirkung, dass selbst in Zeiten des neoliberalen Dauerversagens, Lohn-, Renten- und Sozialkürzungen weiterhin als zwar „schmerzhafte“, jedoch zeitgemäße Ideen erscheinen.

In der Zwischenzeit wurde die Marktlogik parallel so im Alltagsleben verankert, dass innerhalb ihrer engen Grenzen Slogans wie „There is no alternative“ (Margret Thatcher) oder „Das ist alternativlos“ (Angela Merkel) nicht als Indikatoren für Demokratieunfähigkeit gesehen und damit zur sofortigen Abwahl führten, sondern allenfalls verbale Restwiderstände hervorrufen.

Renteneintritt

Renteneintritt

Schleichender Renteneintritt mit 67 – oder doch schon mit 63? Die aktuelle Debatte um die Zukunft des deutschen Rentensystems hatte Walter Degenhardt verwirrt. Kurzerhand rief er bei der Rentenversicherung an. Die gute Nachricht: drei Jahre sind es für ihn nicht. Denn die Rente mit 67 wird seit dem vergangenen Jahr schrittweise eingeführt.

Quelle: welt.de, So kommen Sie früher in den verdienten Ruhestand

Sprich zur Masse, wie zu kleinen Kindern

Die 5. Strategie

NeujahrsanspracheAngela Merkel 2014. Die Ansprache inklusive Meta-Kommentaren zur manipulativen Struktur der Ansprache, findest Du im Videoarchiv

Die meisten Inhalte, die an die breite Masse adressiert werden, nutzen bewusst eine Sprache, Argumente, oder einen Ton, die allesamt kindlich, oftmals auch debil wirken (man erinnere sich an die Weihnachtsansprache 2014, oder die Wahlkampfrede 2013 der Bundeskanzlerin A. Merkel). Man bekommt den Eindruck, dass der Empfänger der Botschaft ein kleines Kind, oder ein geistig Behinderter Mensch sein müsse.

Daraus leitet sich die Regel ab, dass je mehr man einen Empfänger täuschen will, umso kindlicher der Ton zu werden hat. Doch warum? „Wenn man sich an eine Person wendet und mit ihr spricht, als ob sie 12 wäre, wird suggestiv mit höchster Wahrscheinlichkeit jene Person kritiklos reagieren oder antworten, als ob sie tatsächlich 12 Jahre alt wäre.“

Konzentriere dich auf Emotionen, verhindere Reflexionen

Die 6. Strategie

Emotionale Reaktionen zu evozieren ist eine klassische Methode dafür, rationale Analyse und folglich auch des kritischen Nachdenken eines Individuums weitgehend zu verhindern. Der bewusste Einsatz, emotional aufgeladener Begriffen zielt zudem mehr auf eine Kommunikation mit dem Unterbewussten, auf Wünsche, Ängste, oder einfach darauf ab, neue Verhaltensweisen zu installieren, anstatt eine kritische, bewusste und klare Auseinandersetzung mit sachlichen Themen zu forcieren. Letzteres könnte ja immerhin auch die Wahlentscheidung gefährden.

So ist es doch um ein Vielfaches einfacher, einen mütterlich, debilen Blick aufzusetzen, in beruhigendem Ton und korrespondierenden Floskeln den aufmerksamen Zuschauer einzulullen, und dank geschickter Kameraführung sich in ein Licht setzen zu lassen, dass einem noch in den tiefsten Tiefen seiner Träume ein warmes Gefühl ums Herz macht. Kaum anders lässt es sich erklären, dass der mündige Bürger, in emotional kompetenter Weise, am Tag der Entscheidung, auch seine richtige Wahl trifft: spontan und mitten aus dem Bauch heraus. Woher auch sonst.

 Schweinsteiger und Angela Merkel, so glücklich strahlend sie sie man sonst nur selten. Jörg Kachelmann nennt dies übrigens: „Vollpfosten-Journalismus“

Quelle: msn.de,

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Download: Workbook:10 Strategien der Massenmanipulation, 18 Seiten, 1.856KB, .pdf

Download einmal als „Top Secret“ eingestuftes Manuskript: „Silent Weapons for Quiet Wars, englisch, 29 Seiten, 13.793KB, .pdf

Download OECD POLICY BRIEF No. 13, Christian Morrisson: The Political Feasibility of Adjustment, englisch, 38 Seiten, 126KB

Erhalte die gesellschaftliche Unwissenheit aufrecht

Die 7. Strategie

Fukushima und all das, was man nicht wusste, nicht wissen wollte, oder nicht gewusst hat zu wissen. Nur vereinzelt tickern derlei Bilder durch das Internet – in den Massenmedien tauchen sie gar nicht, oder nur sehr rar auf. Über die riesige, verseuchte Welle, die sich langsam aber sicher auf den Weg nach Amerika und Co. macht, und noch für eine Menge an Problemen sorgen wird, darüber sind nur wenige informiert. Vorsorglich – so hieß es neulich, hätte die USA mittlerweile ein paar Millionen Jod-Tabletten gekauft, um sein Volk zu schützen :-). 

Tue alles dafür, damit die Öffentlichkeit nicht in der Lage kommt, die für ihre Überwachung und Versklavung genutzte Technologien und Methoden zu verstehen. Das ist die Maxime, aus dem Thesenpapier. Und auch diese Strategie belegt der Autor mit dem bereits erwähnten Memo: „Silent Weapons for Quiet Wars“. Dort finden wir dann die Handlungsempfehlung: „Die Qualität, die für die unteren Klassen bestimmte Bildung, sollte so gering wie möglich sein, so dass der Unterschied im Bildungsstand zwischen den Klassen, den Unteren nicht bewusst wird.“

So greift das Eine in das Andere. Das „Nicht-Wissen(-Können)“ und wohl möglich auch das „Nicht-Wissen-Wollen“. Wie eng diese beiden Aspekte miteinander verdrahtet sind, dürfte jedem spätestens dann klar werden, wenn wir uns anschauen, wie unser Gehirn grundsätzlich arbeitet. Begünstigend, für das allgemein anerkannte Unwissen, kommt sicherlich noch das Bedürfnis der eigenen Schamvermeidung hinzu, wie Jaworski treffend bemerkt. Auch wenn „dumm sein“ offensichtlich ein mehr und mehr anerkanntes Qualitätsmerkmal des „Otto-Normalos“ zu werden scheint, so wird sich dieser Trend erst in den kommenden Generation völlig durchgesetzt haben. Bis dahin muss man noch mit einer mit denkenden Minderheit rechnen, die Trends zu setzen vermag.

So lange kein bewusst engagiertes, lustvolles Gewahrwerden und zurück erobern der persönlichen Autonomie im eigenen Haus in Aussicht steht, werden die heuristischen Verarbeitungsrutinen unseres Denkorgans uns auch weiterhin davon abhalten, dass gesellschaftliche Führungsinstanzen sich diese Eigenheit zu nutzen macht.

So wird es weiterhin erstaunen, wie wenig dem bürgerliche normal Informierten über relevante Wissensgebiete aus der innerstaatlichen, oder europäischen Ökonomie zu wissen und damit zu verstehen möglich ist. Oder wie schwer es den Meisten fallen wird, zu gesellschaftlichen Krisenthemen, wie der Flüchtlings- und Zuwanderungspolitik einen eigenen, nicht durch die Presse emotional aufgeladenen Standpunkt zu finden. Wie denn auch. In Schule, Fernsehen oder Radio wird man nur selten kontroverse Angebote finden, die einen leichten Zugang zu relevanten Themen des Alltagsleben ermöglichen. Was man hingegen in Hülle und Fülle finden wird, sind unzählige Parolen und Schlagworte, deren gesellschaftlichen Tragweite jedoch nur noch die Eliten zu greifen vermögen.

Ermutige die Bevölkerung, das Mittelmäßigkeit ausreicht

Die 8. Strategie

Schaffe es, dass die Bürger zu glauben beginnen, dass es cool und normal ist, dumm, vulgär und ungebildet zu sein. Das zumindest ist der Boden des Strategiepapiers, das innerhalb einer breiten Schicht in der Gesellschaft zu erzeugen ist. Dummerweise ist es ja leider doch immer noch so, das eine kleine Minderheit an relevante Informationen gelangt, und die führende Kaste unangenehm und schnell Aufsehen erregend darauf aufmerksam zu machen in der Lage ist. Das lässt sich auch in einer noch so gut induzierten Massenhypnose nicht verhindern.

Was sich hingegen verhindern lässt, ist das diese Informationen auf fruchtbaren Boden fallen. Ein Selbstbild, dass einen dazu verführt, sich für zu ungebildet, zu schlecht informiert, oder sowieso viel zu wenig beteiligt zu erleben, wird bedenkenlos diese Reizthemen den Profis überlassen.

ohne Worte

Wandle Widerstand in das Gefühl eines schlechten Gewissens um

Die 9. Strategie

GZSZ wird geehrt durch die Bundeskanzlerin. Warum? Das werden wohl die meisten Leser dieses Beitrags der bild.de vergessen haben. Aber das die Kanzlerin der Daily Soap huldigt, das wohl niemand. BTW, es ging um das Engagement der Schauspieler und Produzenten der RTL Soap gegen Drogenmissbrauch. 

Quelle: bild.de, Angela Merkel ehrt GZSZ-Stars

Lass das Volk glauben, dass es aufgrund seiner unzureichenden Intelligenz, fehlenden Fähigkeiten oder Bemühungen allein für den Nicht-Erfolg verantwortlich ist.

So wird sich der Einzelne, anstatt sich gegen das Wirtschaftssystem aufzulehnen, sich selbst wertlos fühlen und beschuldigen. Dies führt zu Depression, die Handeln hemmt. Ohne Aktion keine Revolution!

So brutal diese Strategie aus dem Thesenpapier auch klingt, so präzise trifft sie doch unsere Alltagsrealität auf den Nerv. Das durch unzählige TV Formate, wie Daily-Soaps, massenbelustigende Unterhaltungsshows, oder überkandidelte Elitenrunden immer implizit kommunizierte Selbstbild des Bürgers, ist und bleibt die Durchschnittlichkeit, seine unzureichende Natur, seine Faulheit, Gier oder sein Egoismus. Eine Petrischale für schlechte Gefühle.

Stéphan Hessel, der Mitverfasser der Menschenrechtserklärung forderte in seinem kleinen Buch: „Empört Euch!“ den Leser dazu auf, die diskriminierenden, antisozialen und machtkonzentrierenden Verhältnisse unserer Zeit zu reklamieren! Er plädiert für eine engagierte und informierte Lebenshaltung, die auch auf Mittel des zivilen Ungehorsams zurückgreift. Ein Konzept, das auf die Lust einer autonomen Lebensführung aufsattelt und Mut dazu macht, aus dem grauen Mischmasch der Alltagstrance aufzuwachen.

Lerne Menschen besser kennen, als sie sich selbst kennen

Die 10. Strategie

In den letzten fünfzig Jahren entstand durch den wissenschaftlichen Fortschritt eine Kluft zwischen dem Wissen der breiten Masse und jenem, das für die herrschende Elite reserviert ist. Dank der Biologie, Neurobiologie und der angewandten Psychologie erreichte das „System“ umfangreicheres Wissen über den Menschen sowohl physisch als auch psychisch. Gegenwärtig kennt das System den Menschen, den einzelnen Bürger besser, besser als das dies der Einzelne glaubt. Damit verfügt das System über eine große Kontrolle über den einzelnen Bürger.
Nicht nur Dank der führenden Wissenschaften, vor allem auch Dank unerschöpflicher und reservierter Ressourcen haben es die führenden Eliten leicht, ganz nach dem Motto: „Wissen ist Macht!“ ihre Strategien zur Massenmanipulation zu unterfüttern. Aber auch das ist schon ein altes, lange bekanntes Geheimnis zur Lenkung einer Gesellschaft.

Edward Bernays, der Begründer der modernen PR Industrie, schrieb 1928 in seinem Buch: „Propaganda“: „Die bewusste und zielgerichtete Manipulation der Verhaltensweisen und Einstellungen der Massen ist ein wesentlicher Bestandteil demokratischer Gesellschaften. Organisationen, die im Verborgenen arbeiten, lenken die gesellschaftlichen Abläufe. Sie sind die eigentlichen Regierungen in unserem Land. Wir werden von Personen regiert, deren Namen wir noch nie gehört haben. Sie beeinflussen unsere Meinungen, unseren Geschmack, unsere Gedanken. Doch das ist nicht überraschend, dieser Zustand ist nur eine logische Folge der Struktur unserer Demokratie: Wenn viele Menschen möglichst reibungslos in einer Gesellschaft zusammenleben sollen, sind Steuerungsprozesse dieser Art unumgänglich.“

Big Data, Data Mining und ThinkTanks sind die Schlagworte, unter denen man heute Ressourcenpools versteht, aus denen sich die Eliten nach belieben bedienen. Dank Edward Snowden, Google und Facebook wissen wir heute, oder erahnen das zumindest, in was für einem unvorstellbarem Umfang diese Pools heutzutage existieren. Eliten müssen nicht einmal mehr ausgeklügelte, tiefgreifende oder wissenschaftliche Grundlagenstrategien entwickeln, es genügt beherzt und mit beiden Händen aus dem Vollen zu schöpfen.

Edward Snowden (21.06. 1983, North Carolina, USA) ist ein US-amerikanischer Whistleblower. Seine Enthüllungen gaben Einblicke in das Ausmaß der weltweiten Überwachungs- und Spionagepraktiken von US-Diensten und lösten so die Überwachungs- und Spionageaffäre 2013 aus.

Edward Snowden sprach am 06.09.2013 mit Glenn Greenwald in Hong Kong über seine Motive für die Enthüllung des Überwachungsskandals durch die NSA. „Ich will nicht in einer Gesellschaft leben, die so etwas macht“: Der 29-jährige Techniker Edward Snowden erklärt sich zum Urheber der jüngsten Enthüllungen über die Datensammlung der US-Geheimdienste – und ist sich der Konsequenzen bewusst.

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2 thoughts on “Massenmanipulation


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