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Hirnforschung: neuronale Verdrahtung

Gehirn ist nicht gleich Gehirn

Hirnforschung aktuell

HIRNFORSCHUNG AKTUELL: Jetzt ist es Gewissheit! Männer und Frauen benutzen ihr Gehirn anders. An der University of Pennsylvania in Philadelphia haben Forscher genau das aufzeigen können. Mit einem bildgebenden Verfahren, bei dem man die Bewegungen von Wassermolekülen beobachten kann, zeigte sich, dass deren Verlauf in den Nervenfasern von Frauen und Männern auf völlig anderen Wegen geschieht. Mit dieser Diffusions-Tensor-Bildgebung wurden 949 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 8 und 22 Jahren ins Gehirn geschaut – mit erstaunlichen Erkenntnissen…

neuronale Verdrahtung

Geschlechtsspezifische Verarbeitungsstrategien

Nun, das Gehirn nicht gleich Gehirn ist, das hat man ja schon immer vermutet. Das dieser Unterschied besonders zwischen den Geschlechtern deutlich erkennbar wird, liegt schon fast auf der Hand. Was Männer und Frauen jedoch so deutlich von einander unterscheidet, konnte erst jüngst ein Forscherteam in einer spektakulären Untersuchung aufzeigen. Knapp 1000 Probanden wurde dazu in ihr Gehirn geschaut. Vielmehr, es wurden die Wege gefilmt, die Wassermolekühle in den neuronalen Leiterbahnen in deren Gehirn zurück legten. Anhand von 95 vorher definierten Hirnarealen ließ sich so zeigen, welche synaptischen Verknüpfungen die Geschlechter nun wie und wann bevorzugt nutzten. Dabei wurde deutlich: bei Frauen bestehen die meisten neuronalen Netzwerke zwischen den einzelnen Hirnhälften, bei Männern hingegen finden sich die meisten Vernetzungen innerhalb der selben Hirnhälfte.

Männliche Gehirne scheinen demnach für die Kommunikation innerhalb der Hirnhälften optimiert zu sein. Bei Frauen hingegen fanden die Forscher eine größere Zahl längerer Nervenverbindungen vor allem zwischen den beiden Gehirnhälften.

Lustiger weise ändert sich dieses Verhältnis jedoch genau ins gegenteil, wenn man ins Kleinhirn schaut. Hier gibt es bei den Männern viele Verbindungen zwischen, bei Frauen hingegen innerhalb der beiden Hemisphären. Diese Unterschiede zwischen den Geschlechtern verstärkten sich im Laufe der Altersentwicklung. 

Neuronale Verdrahtung

Neuronale Verdrahtung

Neuronale Verdrahtung von männlichen und weiblichen Gehirnen anhand einer Diffusions-Tensor-Bildgebung. Deutlich wird hier die stark ausgeprägten Netzwerke zwischen den Hemisphären bei Frauen, innerhalb einer Hemisphäre bei Männern.

Effekte

neuronale Verdrahtung und ihre unterschiedlichen Effekte

Mona Lisa lustig

Eine Studie der internationalen Forschergruppe um Camilo Cela-Conde an der Universität in Palma de Mallorca, konnte zudem zeigen, dass die unterschiedliche neuronale Verdrahtung der Gehirne der Geschlechter auch noch einen weiteren Effekt mit sich bringt: „Schönheit“ scheint bei Männern und Frauen nicht nur im Auge sondern vor allem auch im Hirn des Betrachters zu liegen.

Bei der Bewertung von Gemälden konnte man via eines Magnetenzephalographen (MEG) ebenso bestätigen, dass Frauen für diese Aufgabe beide Hirnhälften, Männer hingegen nur eine Hirnhälfte nutzten. Wieso das so ist, darüber sind sich die Forscher noch nicht sicher. Wohl möglich, dass Frauen ihre Wahrnehmung grundsätzlich mehr mit sprachlichen oder systemischen Konzepten verknüpfen, Männer hingegen eher „linearere“ Netzwerke konstruieren. Vielleicht ist das aber der Grund warum Männer beispielsweise den Nutzen eines Akkuschraubers ehr in derart bewerten: „Schraubt? Wie schnell? Mit wie viel Kraft? Wie teuer? Garantie? Gut – kaufen!“ und Frauen vielleicht eher so:“Was macht das Ding? Was kann man damit noch machen? Wo überall könnte man schrauben? Ist er hübsch? Wie ihn wohl meine Freundinnen finden? Kann man damit auch kochen? Was passiert wenn ich ihn verliere? Gibt es den auch in rosa? Ist Bosch eine bedeutende Marke? usw.“

Köpfe der Hypnose

ein paar wichtige Gestalten

Es gibt so wahnsinnig viele Begründer, Entdecker, Vordenker und Macher in dieser Geschichte, dass ich gar nicht erst den Anspruch haben will, allen gerecht zu werden. Geniale Denker und Forscher, wie Mesmer oder Milton, wie Braid oder Bandler, oder Freud bis .. ach was weiß ich noch wohin, haben sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten schon früh für die unterschiedlichen Verarbeitungsstrategien und neuronale Verdrahtung der Geschlechter interessiert. Hier ein kleiner Überblick. Mehr zum Thema Hirnforschung findest Du unter dem entsprechenden Tag: Hirnforschung

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